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Facebook, Twitter, Skype & Co –Unkonventionelle Lernmethoden

on Jun 09by Camille

Facebook, Twitter, Skype & Co –Unkonventionelle Lernmethoden

 

Lernen mit Facebook, Twitter, Skype & Co? Es muss nicht unbedingt ein teures Sprachenlernprogramm sein. Die Sharing Economy öffnet weitaus netteren Wegen des gemeinsamen Lernens die Tür. Solange es Spaß macht und zum Erfolg zeigt, ist keine Methode falsch. Das Wichtige ist, dass du DEINE Methode findest - Das ist das Prinzip, mit dem sich die Sprachlehrerin, Autorin und Bloggerin Christine Konstantinidis an das Thema „Sprachen lernen“ heranwagt.

 

Nach vielen Jahren Berufserfahrung im sprachlichen Bereich hat sie verschiedenste Lernmethoden getestet und schildert nun in ihrem Blog und ihrem Buch ihre Erfahrungen und ihre offene Meinung ohne jegliches um-den-heißen-Brei-Gerede. Spezialisiert hat sie sich hierbei auf die weniger konventionellen Methoden. Mit Pauken hat das Ganze nichts zu tun…

 

Ihr Blog hat uns von TalkTalkBnb direkt angesprochen. Wir haben also Kontakt aufgenommen und uns mit dieser überaus sympathischen Frau auf ein gegenseitiges Interview geeinigt.

 

Im Folgenden beantwortet Christine Konstantinidis unsere Fragen über ihre persönliche Geschichte und Philosophie des Lernens:

 

Achtung, es wird spannend!

Wie kam es dazu, dass Sie diesen Blog aufgebaut haben?

 

Ich habe diesen Blog aufgebaut, weil viele meiner Sprachkursteilnehmer immer wieder die gleichen Fragen gestellt haben. Da dachte ich mir, dass ich die Antworten auch gesammelt auf einer Plattform zur Verfügung stellen könnte. Ich schreibe leidenschaftlich gerne, von daher lag dann der Blog sehr nahe.

 

Was ist Ihr Ziel? Gibt es eine zentrale „Message“, die Sie gerne via Ihres Blogs mitteilen möchten?

 

Meine zentrale „Message“ ist, dass Sprachenlernen heutzutage nichts mehr mit dem Pauken von früher zu tun hat. Mir ist es wichtig, dass Sprachenlernen zum Leben passt und nicht umgekehrt. So sollte jeder Einzelne entscheiden, was und wie er lernen möchte. Ein „richtig“ oder „falsch“ gibt es hier nicht. Solange eine Methode Erfolg zeigt und – vor allem – Spaß macht, ist alles in Ordnung.

 

Welche Sprachen sprechen Sie und wie haben Sie sie gelernt?

 

Ich habe Englisch, Latein und Französisch schon in der Schule gelernt. Italienisch kam später im Rahmen eines Studiums dazu, außerdem lerne ich seit etwa 2 Jahren leidenschaftlich gerne Spanisch. Italienisch und Spanisch lerne ich nahezu komplett autodidaktisch und nur mit Materialien, die mir persönlich gefallen und mich weiterbringen. Der klassische Lerner bin ich eher nicht – vielmehr liebe ich es, mit „richtigen“ Menschen zu lernen und liebe daher meine Skypegespräche mit meinen Sprachpartnern. Außerdem bin ich der Computerlerner schlechthin und nutze nicht nur Computerprogramme und Apps zum Lernen, sondern auch die sozialen Medien wie Facebook und Twitter.

 

Sie haben sich ja in Ihrem Blog besonders auf das Sprachen Lernen mit technologischen Mitteln konzentriert. Warum gerade auf diese Weise?

 

Ich habe mich gar nicht wirklich auf die technologischen Mittel konzentriert - das hat sich in den letzten Monaten so ergeben. Ich finde das Lernen mit technologischen Hilfsmitteln einfach praktischer, weil ich mich nicht um die Organisation kümmern muss. Das übernehmen die Programme für mich - und dadurch spare ich Zeit. Die grundsätzlichen Themen sind vorher schon relativ oft abgedeckt worden.
(„Es gibt im Internet ganz tolle Angebote. Nur lernen muss man noch selbst.“ – Dieser Kommentar stammt von Christine. Ich habe ihn unter einem ihrer Blogartikel gefunden.)

 

Wieviel Zeit nimmt Ihr Blog in Anspruch? Arbeiten Sie allein?

 

Ja, ich arbeite vollkommen alleine. Wenn man von den Interviewpartnern, meiner Mastermindgruppe und den tollen Sprachlernern und -lesern, die mir immer wieder den Stoff für meine Artikel liefern, einmal absieht.
Mein Blog nimmt in der Woche mindestens 5 Stunden in Anspruch, so genau kann ich das aber gar nicht sagen. Manchmal sind arbeitsintensive Phasen dabei, manchmal weniger arbeitsintensive. Was ich aber sagen kann, ist, dass das alles einen Riesenspaß macht, auch wenn ich nicht viel Geld damit verdiene.

 

Was genau machen Sie denn hauptberuflich?

 

Ich gebe Sprachkurse, hauptsächlich in Italienisch. Momentan habe ich 10 Kurse pro Woche - aber das wechselt immer wieder. Ich mache aber auch immer wieder mal Übersetzungen, Privatstunden (per Skype - momentan in Latein) und kümmere mich um Prüfungsvorbereitungen (Abitur und Realschule in Englisch).

 

Sie haben auch ein Buch über das Sprachenlernen geschrieben. Worum geht es darin und was bietet das Buch mehr, was Ihr Blog nicht bietet?

 

In meinem Buch geht es ebenfalls um das Sprachenlernen. Ich stelle die Alltagstauglichkeit der Sprachlernmethoden in den Vordergrund und kümmere mich mehr um Lernmethodik, um Textarbeit, um Vokabel- und Grammatiktipps. Außerdem ist alles ganz anders strukturiert und zeitloser. Bei Blogartikeln kann es schon passieren, dass sie schnell „out“ sind, wenn sich etwa ein Computerprogramm ändert. Im Buch werden auch wesentlich mehr Beispiele zu den einzelnen Punkten genannt und alles ist viel strukturierter. Durch das umfassende Inhaltsverzeichnis ist der Inhalt auch leicht nachschlagbar.

 

Woher stammt die Idee für das Buch und wie lange haben Sie daran gearbeitet?

 

Die Idee für das Buch stammt von einem befreundeten Blogger. Ich hatte gerade mit meinem Blog angefangen, als ein Blogger aus Österreich einen Gastartikel angefragt hat. Damals war ich noch sehr unsicher und habe ihm vorgeschlagen, dass ich ihm Probematerial schicke. Das habe ich dann gemacht, und als Rückmeldung kam: „Das Material ist so gut, warum machst du nicht ein Buch daraus?“ Ja, und das habe ich dann gemacht. 9 Monate hat der Schreibprozess gedauert, aber stressig wurde es erst zum Schluss, weil ich damit an einer sogenannten Kindle-Challenge teilgenommen habe. Dabei musste man die Arbeiten wie Covererstellung, Impressum, Rechtstexte und vieles mehr innerhalb bestimmter Fristen erledigen. Da war ich mehr als einmal einem Nervenzusammenbruch nahe. Aber letztendlich hat alles gut geklappt.

 

Bekanntlich ist man entweder mehr der Sprachtyp oder ein Zahlenjongleur – beides gibt’s nicht. Wie sieht das bei Ihnen aus? Steckt etwas dahinter?

 

Ich denke auch, dass es zumindest eine Tendenz zur einen oder zur anderen Seite gibt. Ich glaube aber nicht, dass das nur Veranlagung ist. Vielmehr wird die Seite, die man glaubt, weniger zu können, wohl weniger gefördert. Man setzt sich mehr mit den Lieblingstätigkeiten auseinander und kann diese demzufolge im Laufe der Zeit auch besser. Außerdem gibt es immer noch diese Unterscheidung „Mädchen Sprache“, „Jungs Zahlen“. Das steckt doch bei vielen Menschen so tief drin, dass sie sich selbst einreden, dass es stimmt. Ich selbst habe ein gutes Matheabitur geschrieben, aber es war nie meine Leidenschaft. Sprachen schon eher.

 

Haben Sie Zukunftspläne?

 

Ich würde gerne noch ein bisschen mehr meine Tätigkeiten in den Online-Bereich verlagern. Mir macht auch das Unterrichten über Skype sehr viel Spaß – wenn also jemand Bedarf hat, dann kann er mich gerne ansprechen. Außerdem berate ich leidenschaftlich gerne, wenn jemand wissen möchte, wie er mit dem Lernen anfangen soll. Das würde ich in Zukunft gerne ausbauen. Und ein zweites Buch schreiben.

 

Welches ist Ihr heißester Geheimtipp wenn’s ums Sprachen lernen geht?

 

Man sollte keine Angst vor Fehlern haben. Und man sollte sich so bald wie möglich Menschen suchen, die die Sprache sprechen. Erst der persönliche Kontakt zu den Menschen im Land macht das Sprachenlernen so lohnenswert, finde ich.

 

…und genau das finden wir von TalkTalkBnb natürlich auch: Ob per Facebook, Skype oder im persönlichen Kontakt: Die Motivation kommt mit der Anwendung!

 

Mit TalkTalkBnb kommt der Sprachpartner zu euch nach Hause. Das Ganze geht allerdings auch mit etwas mehr Distanz: Die neuen Medien ermöglichen es. Über Skypegespräche und Telefonate hat Christine uns schon aufgeklärt. Aber wie genau funktioniert das mit dem Sprachenlernen mit sozialen Netzwerken?

 

„Lernen mit Facebook und Twitter geht ganz einfach: Es gibt a) die Möglichkeit, sich mit Sprachlernern anzufreunden, b) sich auf Sprachseiten auszutauschen und Kommentare zu hinterlassen, c) in Sprachgruppen aktiv zu sein.“ Viele konkrete Tipps zu Youtube, Pinterest und vielem mehr findet ihr in diesem Artikel. Dann müsst ihr auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr eure Zeit mal wieder an diese „Zeitfresser“ verfüttert habt.

 

Christine berichtet in ihrem Blog außerdem über die bekannte Tandem-Methode und gibt ihre Meinung zu einer selbstgetesteten Auswahl solcher Plattformen im Internet. Sie zeigt, dass das Tandem-Prinzip auf ganz unterschiedliche Art und Weisen anwendbar ist: Ob im Austausch mit einem Sprachlehrer, einem Tutor oder einem Sprachenlernenden. Ob in Unterrichts- oder Gesprächsform. Ob als Gruppe oder zu zweit. Ob über WhatsApp- und Emailgespräche, Skype-Termine, Telefonate oder persönliche Treffen im Café. - Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Christine selbst bevorzugt eine bunte Mischung aus allen Arten und Weisen des Austauschs: Dadurch sind ihre Sprachpartner schon enge Freunde geworden.

 

Ich hoffe, auch ihr habt interessante, neue Perspektiven auf das Sprachenlernen erhaschen können. Bei uns ist dies jedenfalls der Fall. Ich danke Christine Konstantinidis für dieses tolle Interview!

 

 

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